Ökologische NABU-Station Oste-Region: 10 Jahre im Einsatz für die Natur – Herzlichen Glückwunsch!

Seit zehn Jahren setzt sich die Ökologische NABU-Station Oste-Region (ÖNSOR) mit viel Engagement für den Schutz wertvoller Lebensräume und gefährdeter Arten ein. Dieses besondere Jubiläum wurde Anfang Juli gemeinsam mit zahlreichen Gästen aus Naturschutz, Politik, Verwaltung und langjährigen Partnerorganisationen gefeiert.

Von links: Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer, Sarina Pils, Leiterin der Ökologischen NABU-Station Oste-Region, und Prof. Dr. Holger Buschmann, Vorsitzender des NABU Niedersachsen, bei der Jubiläumsveranstaltung der Station. Foto: NABU Niedersachsen. L. Neffati

Mehr als 70 Gäste kamen nach Rotenburg (Wümme). Gemeinsam blickten sie auf die Arbeit der vergangenen zehn Jahre zurück. Auch der Niedersächsische Umweltminister Christian Meyer gratulierte persönlich. In seinem Grußwort erklärte er, wie wichtig die Ökologischen Stationen für den Schutz der Natura-2000-Gebiete sind. Außerdem betonte er, dass sie ein wichtiger Teil des Niedersächsischen Weges seien.

Auch Prof. Dr. Holger Buschmann, Vorsitzender des NABU Niedersachsen, würdigte die Arbeit der ÖNSOR. Besonders hob er die enge Zusammenarbeit mit den Landkreisen Rotenburg und Stade, den Forstämtern, den Flächeneigentümerinnen und Flächeneigentümern, den Behörden sowie den Ehrenamtlichen hervor. Nur durch dieses gemeinsame Engagement könne der Schutz der Gebiete langfristig gelingen.

Die ÖNSOR betreut viele Schutzgebiete in den Landkreisen Rotenburg und Stade. Dazu gehören Moore, Grünland, Wälder und Gewässer. Das Team setzt sich außerdem für Amphibien und Fledermäuse ein. Weitere wichtige Aufgaben sind die Wiedervernässung von Mooren und die naturnahe Entwicklung von Gewässern.

Im Projekt Rotenburger Sandhelden werden wertvolle Sandlebensräume aufgewertet und geschützt, unter anderem für Knoblauchkröte, Kreuzkröte und Zauneidechse. Foto: Julian Mattes

Doch Naturschutz gelingt nur gemeinsam. Deshalb arbeitet die ÖNSOR eng mit Flächeneigentümer*innen und, Landwirt*innen, Behörden, Ehrenamtlichen und vielen weiteren Partner*innen zusammen. Genau dieses Miteinander stand auch bei der Jubiläumsfeier im Mittelpunkt. Verschiedene Projektpartner*innen stellten ihre Arbeit vor und zeigten anschaulich, wie beispielsweise Schafe zur Pflege wertvoller Landschaften beitragen können.

Auch ein spezieller Stachelwalzenbalkenmäher wurde vorgestellt. Er kommt im Rahmen eines Projekts zur Förderung artenreicher Feucht- und Nasswiesen in der Osteniederung zum Einsatz.

Stachelwalzenbalkenmäher. Foto: Vernetzungsstelle

Mit diesem insektenschonenden Mäher sollen artenreiche Feucht- und Nasswiesen offengehalten werden. Gleichzeitig können ruderalisierte, also zunehmend von hochwüchsigen Pflanzen überwachsene Feucht- und Nasswiesenbrachen abschnittsweise wieder geöffnet und langfristig entwickelt werden.

Die Vernetzungsstelle für die Ökologischen Stationen gratuliert der ÖNSOR herzlich zum zehnjährigen Bestehen. Wir bedanken uns für den großen Einsatz und freuen uns auf viele weitere Jahre guter Zusammenarbeit für den Natur- und Artenschutz in Niedersachsen.

Auch weitere Ökologische Stationen feiern in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Über die Jubiläen werden wir ebenfalls in kommenden Beiträgen berichten.

Erfolgreiches drittes Vernetzungstreffen der Ökologischen Stationen in Hannover

Am 28. November 2025 fand das diesjährige Vernetzungstreffen der Ökologischen Stationen in Niedersachsen statt. Rund 50 Teilnehmende kamen zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen, fachliche Schwerpunkte und erfolgreiche Projekte auszutauschen.

Ein Teil der Teilnehmenden des Vernetzungstreffens in Hannover beim gemeinsamen Abschlussfoto. Foto Vernetzungsstelle

Aktuelles & Impulse aus dem NLWKN

Der Vormittag startete mit einer Begrüßung und einem Austausch zu aktuellen Themen. Danach folgte ein fachlicher Input aus dem NLWKN: Konstantin Knorr stellte die neuen Strukturen der Steuerungseinheit Moorschutz sowie das Regionalbüro des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) vor.

Vortrag zur Steuerungseinsatz Moorschutz. Referent: Konstantin Knorr. Foto Vernetzungsstelle

Dabei wurde dargestellt, wie die neuen Strukturen die Kooperation mit den Ökologischen Stationen verbessern und welche Unterstützung das ANK-Regionalbüro leisten kann.

Vielfalt im Fokus: Drei Ökologische Stationen stellen sich vor

Ein wichtigen Programmpunkt war die Vorstellung drei Ökologischer Stationen.
Svenja Stelse-Heine und Timo Mahlmann präsentierten die Ökologische Station Aller-Böhme sowie die Naturschutzstiftung Heidekreis und gaben Einblicke in laufende Projekte und regionale Schwerpunkte. Anschließend stellte die Fischereibiologische Station Ems-Hase gemeinsam mit ihren Partnern ein gelungenes Kooperationsbeispiel vor: „Naturschutz mit den Menschen auf dem Land“ Zusammenarbeit am Beispiel der Angelfischerei. Danach folgte ein Portrait des Naturschutzrings Dümmer e.V., das eindrucksvoll zeigte, wie sich die Arbeitsgemeinschaft aus mehreren Naturschutzvereinen seit 1993 für den Schutz des Dümmerraums einsetzt.

Transparenz im Fokus

Fast am Ende gab Marie Bohlmann, Juristin bei Green Legal Impact Germany e.V. (GLI), einen Überblick zum Thema Zugang zu Umweltinformationen. Sie zeigte auf, welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten und wie Behörden sowie Projektpartner*innen Informationen transparent, rechtssicher und bürgerinnenfreundlich zugänglich machen können.

Austausch zum Bibermanagement

Zum Abschluss des Tages fand ein kurzer, fachlicher Austausch zum Bibermanagement statt, durchgeführt von den Stationen Ökologische Station Flusslandschaft Ilmenau, Luhe und Neetze (ÖSIL), Ökologische Station Mittleres Leinetal e.V. (ÖSML) und die Ökologische NABU-Station Oldenburger Land (ÖNSOL). Vielen Dank an die beteiligten Stationen für die hilfreichen Einblicke und den praxisnahen Erfahrungsaustausch!

Auch wenn die Übung zu Beginn des Treffens stattfand, passt ihr Ergebnis wunderbar an das Ende dieses Rückblicks. Jede Station gestaltete eine kleine Leinwand, ein kreativer Eisbrecher, der den Austausch erleichterte und die Vielfalt der Stationen sichtbar machte.

Aus allen Mini-Leinwänden entstand später ein großes gemeinsames Bild. Dieses Gesamtwerk steht stellvertretend für das Netzwerk selbst: viele unterschiedliche Perspektiven, die zusammen etwas Stimmiges und Verbindendes ergeben. Ein schöner visueller Abschluss des Treffens, der zeigt, wie die Stationen zusammenarbeiten.

Aus den gestalteten Mini-Leinwänden der Stationen entstand ein gemeinsames Bild, das die Vielfalt und Themenbreite im Netzwerk widerspiegelt.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die etwas Leckeres mitgebracht haben! Die vielfältigen Speisen und die entspannte Atmosphäre haben nicht nur für volle Teller, sondern auch für viele gute Gespräche gesorgt, ein echtes Highlight des Tages!

Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Treffen im kommenden Jahr.

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