21. Mai: Natura 2000 Tag

Natura 2000 Tag: Europas Natur gemeinsam schützen

Am 21. Mai wird der europäische Natura 2000 Tag gefeiert. Er macht auf eines der wichtigsten Instrumente für den Naturschutz in Europa aufmerksam: das Schutzgebietsnetz Natura 2000.

Der Aktionstag wurde von der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament, dem Ausschuss der Regionen und der damaligen maltesischen EU-Ratspräsidentschaft gemeinsam ins Leben gerufen. Seitdem wird jedes Jahr mit Veranstaltungen und Netzwerkaktivitäten auf die Bedeutung dieses europaweiten Schutzsystems hingewiesen.

Doch was ist Natura 2000 eigentlich?

Natura 2000 ist ein europaweites Netzwerk von Schutzgebieten zum Erhalt der biologischen Vielfalt.
Grundlage sind die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und die EU-Vogelschutzrichtlinie.

Breites Moor. Foto: Christopher Mollmann

Heute umfasst das Netzwerk:

  • über 27.000 Schutzgebiete
  • rund 18 % der Landfläche der EU
  • mehr als 6 % der Meeresgebiete


Damit ist Natura 2000 das größte koordinierte Schutzgebietsnetz der Welt und ein zentrales Beispiel für europäische Zusammenarbeit im Naturschutz.

Werde Teil des Natura 2000 Bioblitz

Rund um den Natura 2000 Tag findet europaweit der sogenannte Bioblitz statt, eine Mitmach-Aktion, bei der möglichst viele Arten in kurzer Zeit dokumentiert werden.

Alle können teilnehmen: ob im Garten, im Wald oder im Schutzgebiet. So funktioniert’s:

  • Geh raus in die Natur – ob Garten, Park oder Schutzgebiet
  • Fotografiere Pflanzen, Tiere oder Pilze
  • Lade deine Beobachtungen auf Observation.org hoch
  • Nutze die App ObsIdentify zur Bestimmung der Arten

Alle Beobachtungen werden automatisch erfasst und tragen zum europaweiten Natura 2000 Bioblitz bei.

Der Bioblitz ist eine einfache Möglichkeit, Natur vor der eigenen Haustür zu entdecken und gleichzeitig wertvolle Daten für den Naturschutz zu liefern.

Natura 2000 zeigt Wirkung

Einige Arten wie Biber, Kranich oder Seeadler konnten sich durch den EU-weiten Schutz erholen. Auch Lebensräume wie Moore oder Heidelandschaften stehen heute unter besonderem Schutz.

Erfolge mit Herausforderungen

Trotz dieser positiven Entwicklungen bestehen weiterhin Herausforderungen. Lebensräume stehen unter Veränderungsdruck, und einige Artengruppen zeigen weiterhin rückläufige Bestandsentwicklungen. Davon betroffen sind auch bestimmte Wiesenvogelarten. Ein Beispiel ist die stark gefährdete Uferschnepfe, deren Bestände in Niedersachsen seit Jahren zurückgehen.

Uferschnepfe. Foto: Tobias Pelz

Naturschutz braucht Umsetzung vor Ort

Die Ökologischen Stationen in Niedersachsen leisten einen zentralen Beitrag zum Naturschutz vor Ort.
Sie betreuen Schutzgebiete, setzen Maßnahmen um und begleiten die Entwicklung von Arten und Lebensräumen. Dabei arbeiten sie eng mit Landnutzenden, Behörden und weiteren Akteur*innen zusammen.

Diese kontinuierliche Arbeit ist entscheidend dafür, dass Schutzmaßnahmen wirksam werden und langfristig erhalten bleiben. Natura 2000 entfaltet seine Wirkung nicht allein durch die Ausweisung von Schutzgebieten, sondern vor allem durch die konkrete Umsetzung in den Gebieten selbst. Dazu gehören unter anderem die Pflege und Entwicklung von Lebensräumen, das Erfassen von Artenvorkommen sowie die Abstimmung vor Ort.

Feldhamstersuche. Foto: Uwe Mestemacher

Arbeit in den Natura 2000-Gebieten

Die Ökologischen Stationen in Niedersachsen setzen Maßnahmen in Natura 2000- und weiteren Naturschutzgebieten vor Ort um.

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