Ökologische Station Naturschutzring Dümmer (ÖS-NARI)


Am Ochsenmoor 52
49448 Hüde

Tel.: 05443 – 1367
E-Mail: naturschutzring@oekologische-station-duemmer.de


Über uns

Röhrichtschutz_Dümmer - Frank Apffelstaedt

Röhrichtschutz Dümmer. Foto: Frank Apffelstaedt

Träger der Ökologischen Station ist der Naturschutzring Dümmer e.V., eine Arbeitsgemeinschaft der im Dümmerraum tätigen Naturschutzvereine Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems e.V. (BSH), Mellumrat e.V. und Naturschutzbund (NABU Landesverband). Die drei Mitgliedsvereine sind bereits seit mehr als 40 Jahren in der Betreuungskulisse tätig. Sie haben zusammen mit dem Dümmerausschuss der Naturschutzverbände und Naturschutzbehörden der betroffenen Landkreise und des Landes Niedersachsen wesentlich zur Einrichtung des Großschutzgebietes, dem heutigen EU-Vogelschutzgebiet Dümmer, und der Einrichtung der Naturschutzstation am Dümmer beigetragen, eine Außenstelle des NLWKN. Seit 1993 sind die drei Verbände als Arbeitsgemeinschaft im Naturschutzring Dümmer e.V. gebündelt und sind seitdem Kooperationspartner des Landes Niedersachsen in der Naturschutzstation Dümmer.

Mit der Bündelung der langjährig im Naturschutz tätigen Akteure repräsentiert der Naturschutzring Dümmer e.V. in der Region tätige Naturschutzverbände und ist sowohl für den außerbehördlichen als auch für den behördlichen Naturschutz Ansprechpartner*innen vor Ort. Schon seit über 30 Jahren unterstützt der Verein die zuständigen Naturschutzverwaltungen der Landkreise Vechta, Diepholz und Osnabrück sowie den NLWKN in vielen Bereichen ihrer Naturschutzarbeit. So ist der Naturschutzring Dümmer e.V. seit 1994 mit seinem hauptamtlichen, fachlich qualifizierten Mitarbeiter*innen-Team über Kooperationsverträge in die Vor-Ort-Gebietsbetreuung der Naturschutzstation Dümmer in der Dümmerniederung eingebunden. Darüber hinaus ist er vielfach projektbezogen zur Unterstützung der betreuenden Unteren Naturschutzbehörden der Region, zunehmend über das Dümmergebiet hinaus, in Gebieten der westlichen Diepholzer Moorniederung in Hochmooren tätig. Der Naturschutzring Dümmer e.V. ist dadurch fachlich fest in der Region verankert. Basierend auf dieser langjährigen Kooperationsarbeit setzt der Verein seit dem Jahr 2018 seine naturschutzfachliche Vor-Ort-Betreuung in den Schutzgebieten der Betreuungskulisse als eine der mittlerweile 28 Ökologischen Stationen in Niedersachsen fort.

Die Betreuungskulisse umfasst ca. 66.000 ha. 2023 wurden die Kooperationen mit den UNBen der Landkreise Cloppenburg und Oldenburg erweitert. Das Aufgabenspektrum ist vielfältig. Neben langjährigen und umfangreichen Monitoringarbeiten, teils im Auftrag der Naturschutzverwaltungen, teils im Rahmen eigenständiger Forschungs- und Monitoringprojekte, wurden und werden im Rahmen der Umsetzung der „Niedersächsischen Strategie zur Erhaltung der Biologischen Vielfalt“ unterschiedlichste Projekte von landesweiter Bedeutung zum Schutz und zur Förderung von gebietsspezifischen Lebensräumen und Arten in Schutzgebieten in einem ca. 50 km langen Korridor, der zahlreiche Schutzgebiete umfasst, initiiert, umgesetzt und evaluiert.

Die Ökologische Station unterstützt die Naturschutzverwaltungen durch seine Vor-Ort-Präsenz bei der allgemeinen Schutzgebietsbetreuung, und zwar u.a. bei der Dokumentation und Bewertung der Entwicklung wichtiger Zielartengruppen, der Lebensräume bzw. der betreuten Gebiete hinsichtlich der Schutzzwecke („Zustandserhebung“). Die Erarbeitung von Maßnahmenvorschlägen und Handlungskonzepten legen die Basis für Pflege- und Entwicklungsprojekte, die im Rahmen der Vor-Ort-Gebietsbetreuung oftmals auch über Anträge bei weiteren Förderrichtlinien finanziert werden. Die Antragstellung erfolgt entweder durch die Ökologische Station Naturschutzring Dümmer e.V. selbst oder durch die UNBen, deren Antragstellung durch das Know-how der Mitarbeiter*innen der Ökologischen Station unterstützt wird.

Der Schutz und die Entwicklung des Röhrichts und der Schwimmblattzonen im Dümmer sowie die Wiedervernässung von Hochmooren nehmen eine zentrale Rolle im Tätigkeitsspektrum der Ökologischen Station ein. War der See früher noch als sehr binsenreiches Gewässer bekannt und bot mit seinem ausgedehnten, wasserdurchfluteten Röhrichtgürtel vielen Vogelarten Lebensraum, weist der Dümmer heute keine Binseninseln mehr auf und der Röhrichtgürtel bricht immer weiter weg. Eine wichtige Aufgabe für die Ökologische Station ist es daher, den Rückgang zu stoppen und Maßnahmen zur Förderung des Röhrichts zu entwickeln und umzusetzen (siehe Projekte).

Der Großteil der Betreuungsgebietes befindet sich in der Kulisse der kohlenstoffreichen Böden und zählt zu den Niedersächsischen Moorlandschaften. Die Wiedervernässung von Mooren stellt eine zentrale Aufgabe unserer Station dar, zur Wiederherstellung lebensraumtypischer Biotope und zur klimarelevanten Verminderung von CO2-Emissionen.

Neben der kooperativen Zusammenarbeit mit den Naturschutzverwaltungen ist der Naturschutzring Ansprechpartner*innen für Landwirt*innen, Unterhaltungsverbände, Kommunen und Privatpersonen, insbesondere in Bezug auf die Themen „Artenvielfalt in der Normallandschaft“ (Blühwiesen, Flächenextensivierungen etc.) und „Biotopverbund“.


Aus unseren Projekten

Wiesenvogelschutz. Foto: Frank Apffelstaedt

Wiesenvogelschutz

Das etwa 4.760 ha große EU-Vogelschutzgebiet Dümmer beherbergt eine Vielzahl hochgradig bedrohter Brutvögel. Seit 1993 erfasst das Mitarbeiterteam des Naturschutzring Dümmer alljährlich ihre Bestände, sowohl am See als auch im angrenzenden Feuchtgrünland.

Im Feuchtgrünland dient die parzellengenaue und kontinuierliche Erfassung der Brutbestände der Steuerung der Flächenbewirtschaftung. Verluste von Wiesenlimikolenküken werden durch die flexible Anpassung der Mahdzeitpunkte vermieden. Auf Flächen, auf denen die stark bedrohten Wiesenvögel, wie Kiebitz, Großer Brachvogel, Rotschenkel, Uferschnepfe, Bekassine und Kampfläufer, die Aufzucht der Jungvögel abgeschlossen haben, darf gemäht oder dürfen Weidetiere aufgetrieben werden. Das kontinuierliche Monitoring ist Basis für die Planung und Durchführung von spezifischen Schutzmaßnahmen und für die Optimierung von Lebensräumen durch die Ökologische Station. Das Besondere unseres Monitorings ist, dass jedes Jahr neben den Brutbeständen auch die Schlupf- und Brutfolge, also die Anzahl der flügge gewordenen Küken bei den Limikolen ermittelt werden – einmalig in Niedersachsen!


Artenschutzprojekt Trauerseeschwalbe

Die Trauerseeschwalbe hat am Dümmer ihren wichtigsten Brutplatz in Niedersachsen. Die Art ist von Hilfsmaßnahmen abhängig, insbesondere vom Angebot von künstlichen Nistflößen für die sichere Brut. Aufzeichnungen zufolge nistet die Art seit über einem halben Jahrhundert am See, wahrscheinlich jedoch seit einer weitaus größeren Zeitspanne. Eingriffe in die Landschaft am Dümmer in den 1940er Jahren hatten gravierende Auswirkungen auf die Seeschwalbe. Die Anzahl der Brutpaare sank von 300 auf nur noch 20 in den 1980er Jahren. Nur durch Artenschutzmaßnahmen konnte sich die Art bis heute am Dümmer halten. Diese beinhalten seit den 1980er Jahren die Bereitstellung eines sicheren Brutplatzes und seit 2010 zusätzlich die Verbesserung und Sicherung der Nahrungsgrundlage der Art im Dümmergebiet. Seit 1993 betreut der Naturschutzring Dümmer alljährlich die Brutvorkommen und ermittelt den Brutbestand, Gelegegrößen und Bruterfolge der Seeschwalbe am Dümmer und bringt alljährlich sukzessive bis zu 100 Nisthilfen im Dümmer aus.
Im Laufe des letzten Jahrzehnts ist die Anzahl flügge werdender Jungvögel dramatisch gesunken.

Trauerseeschwalbe. Foto: Frank Apffelstaedt.

Durch eine Untersuchung an Nisthilfen per Wildkamera wurde in der Brutsaison 2017 die Lachmöwe als Prädator von Gelegen und Küken ermittelt. Außerdem zeigte sich, dass durch Laichaktivitäten des Karpfens ausgelöste Wasserturbulenzen zu Gelegeverlusten auf den Flößen führten. Eine Umstellung der Nistflöße auf einen anderen Typus und das Anbringen von Schutzvorrichtungen in den Brutperioden 2018 ff. konnte die Verluste durch Aktivitäten von Karpfen vollständig verhindern, nicht jedoch die fortgesetzte Prädation durch Lachmöwen.

Auch in den kommenden Brutperioden wird das Brutgeschehen auf ausgewählten Flößen mit Hilfe von Wildkameras verfolgt. Die Erfassung wird zum einen ergänzt durch Gelegekontrollen und Bruterfolgskontrollen durch Beobachten der Kolonie vom Boot aus.

Auf den Nistflößen werden zum anderen vor dem Ausbringen auf Grundlage der in diesem Forschungsprojekt gewonnenen Erkenntnisse Schutzstrukturen gegen Prädation optimiert. Die Aufzeichnungen der Kameras sollen zudem Rückschlüsse auf die Nahrungssituation während der Aufzuchtzeit erbringen.

Erste Erfolge waren in den Jahren 2019 und 2020 bereits zu verzeichnen, die Anzahl der flügge gewordenen Jungvögel stieg wieder.


Hirschkäfer. Foto: ÖS-NARI

Larve Hirschkäfer. Foto: Kastner

Hirschkäfer

Der Hirschkäfer gehört zu den größten und auffälligsten Käfern Deutschlands und gilt als stark gefährdet (Rote Liste 2). In der Region um den Dümmer kommt dieser besondere Käfer unter anderem in und um die Dammer Berge vor.

Auffällig und namensgebend ist der stark verbreiterte Kopf mit dem hirschgeweihartigem Oberkiefer der Männchen. Vom Hirschkäfer werden bevorzugt alte Eichen- und Eichenmischwälder mit einem hohen Anteil alter und abgestorbener Bäume sowie alte Parkanlagen oder Hofeichenbestände in sonnig warmer Lage besiedelt. Hirschkäferlarven brauchen für ihre Entwicklung fünf bis acht Jahre und ernähren sich dabei von durch Pilze zersetzendem Holz; dabei stellen die Wurzeln morscher oder toter Eichen eine bevorzugte Brutstätte dar.

Durch die Ökologische Station Naturschutzring Dümmer e.V. werden in ausgewählten Bereichen der Dammer Berge die Biotopstrukturen auf die Eignung für den Hirschkäfer hin erfasst und bewertet, Nachweise der Art dokumentiert sowie Altdaten aufgearbeitet. Im Anschluss werden Handlungsempfehlungen erarbeitet zur potentiellen Vernetzung von lokalen Hirschkäfervorkommen. Das Projekt findet im Rahmen der naturschutzfachlichen Vor-Ort-Betreuung von Schutzgebieten in den Landkreisen Diepholz, Vechta, Osnabrück, Oldenburg und Cloppenburg statt.


Fischotter

Der Fischotter kommt innerhalb der Betreuungskulisse der Ökologischen Station Naturschutzring Dümmer unter anderem im FFH-Gebiet Bäken der Endeler und Holzhauser Heide im Landkreis Vechta, Cloppenburg und Oldenburg vor. Das Gebiet dient der Art als wichtige Verbindungsachse zwischen den Lebensräumen an den Alhorner Fischteichen und der Hunte und bildet damit eine Anbindung zur Dümmerregion. Darüber hinaus kommt der Biber ebenfalls dort im Gebiet vor.

Fischotter sind überwiegend nacht- und sehr wanderaktiv und besiedeln strukturreiche Gewässer. Fischotter können zu Verkehrsopfern an nicht ottergerecht ausgebauten Brücken an Fließgewässern werden.

Fischotter. Foto: Bernd Volmer

Fischotter. Foto: ÖS-NARI

Im Rahmen der fachlichen Arbeit der Ökologischen Station Naturschutzring Dümmer im Rahmen der Vor-Ort-Gebietsbetreuung fand eine Begutachtung der Brückenbauwerke im o.g. FFH-Gebiet statt, um die Qualität dieser bezüglich der Querungsmöglichkeit für den Fischotter einschätzen zu können. Ergänzend dazu wurden an mehreren Brücken Wildtierkameras für einen fotodokumentarischen Nachweis des Fischotters angebracht und die Daten ausgewertet. Aufbauend auf den Ergebnissen sollen nun einzelne Brückenbauwerke zur Querung von Straßen für den Fischotter optimiert werden.

Das Projekt findet im Rahmen der naturschutzfachlichen Vor-Ort-Betreuung von Schutzgebieten in den Landkreisen Diepholz, Vechta, Osnabrück, Oldenburg und Cloppenburg statt.


Wiedervernässung-DH-Moor. Foto: Frank Apffelstaedt

Bestehende Röhrichtbestände am Ufer des Dümmers Foto: Vernetzungsstelle

Röhrichtschutz/ Röhrichtentwicklung, Schutz der Schwimmblattzone

In Niedersachsen gehört Schilfröhricht zu den gefährdeten Lebensräumen. An vielen Binnengewässern in Deutschland ist dieser besondere Lebensraum in den letzten Jahrzehnten drastisch zurückgegangen, so auch am Dümmer. Während es in den 1940er Jahren hier wohl die größte Ausdehnung besaß, kam es ab den 1950er Jahren zu drastischen Rückgängen, die in besonderem Maße das seeseitige, wasserdurchflutete Schilf betrafen, aber auch andere Röhrichte, u.a. in aufschwimmenden Bereichen der Verlandungszone. Der Rückgang der Verlandungszone hält bis heute unvermindert an. Unnatürliche Wasserstände im See, vermehrte Starkwindphasen, eine schlechte Wasserqualität sowie Fraß durch Nutria und Gänse sind die Hauptursachsen für den Röhrichtschwund.
Sowohl wasserdurchflutetes Schilfröhricht als auch Wasserschwaden- bzw. Rohrkolben-dominiertes Mischröhricht sind wichtige Lebensräume, u.a. für besonders stark bedrohte Vogelarten, wie z.B. die Rohrdommel und das Tüpfelsumpfhuhn, aber auch Rohrweihe, Wasserralle und verschiedene Kleinvogelarten des Röhrichts. Durchflutete Röhrichte sind zudem ein wichtiger Lebensraum für Kleinfische, die ihrerseits eine Nahrungsquelle für zahlreiche bedrohte Vogelarten darstellen.

Seit vielen Jahren führt die Ökologische Station Maßnahmen zur Sicherung und Entwicklung von Röhrichtbereichen am Dümmer durch. Auf Grundlage mehrerer Pilotprojekte, in denen verschiedenste Techniken von Schutzstrukturen erprobt wurden, setzt der Naturschutzring nun eine bestimmte Kombination von Palisaden- und Gabionengitterbau ein, um zum einen die Erosionswirkung des Wellenschlags und des Fraßes zu mindern, zum anderen dem bestehenden Schilf vorgelagerte beruhigte Bereiche zu schaffen, in den sich Sediment absetzt und sich besonders in Niedrigwasserphasen die Röhrichtpflanzen über Rhizomausläufer ausbreiten und langsam wieder in den See hineinwachsen können. Stück für Stück lassen sich so Verlandungsbereiche am Dümmer wiederherstellen.


Ein im Herbst 2024 gestartetes EU-Projekt (Euro-Lakes) der Ökologischen Station gibt die Möglichkeit, weitere gezielte Entwicklungsmaßnahmen umzusetzen. Der Dümmer ist dabei ein Projektgewässer von dreien in Europa!


Kammmolch

Optimierung von Kammmolch-Lebensräumen im Landkreis Vechta

Der Kammmolch ist der größte der heimischen Molche und verbringt einen Großteil des Jahres im Gewässer. Optimale Kammmolchgewässer zeichnen sich durch eine ausgeprägte Ufer- und Unterwasservegetation, durch eine gute Besonnung und das Fehlen von Fischen aus. Aufgrund von Lebensraumverlusten gilt der Kammmolch in Niedersachsen als gefährdet (Rote Liste 3).

Im Landkreis Vechta stellt der Kammmolch in den drei FFH-Gebieten Herrenholz, Wald bei Burg Dinklage und Dammer Berge eine wertgebende Art dar. Im Bereich der drei Gebiete sollen im Rahmen des Projekts ab September 2026 bestehende Kleingewässer saniert und für den Kammmolch verbessert bzw. wiederhergestellt werden.

Das Projekt wird im Rahmen der Förderrichtlinie Erhalt und Entwicklung der Biologischen Vielfalt (BiolV) durchgeführt und über EU-Mittel sowie über das Land Niedersachsen und den Landkreis Vechta finanziert. Die Ökologische Station Naturschutzring Dümmer e.V. übernimmt dabei die Projektleitung und organisiert die ökologische Baubegleitung bei den Maßnahmen, in enger Abstimmung mit dem LK Vechta.

Kammmolch.Foto: Körner

Kammmolch.Video:ÖS-NARI


Knoblauchkröte. Foto: Körner

Knoblauchkröte. Foto: Sonsalla

Knoblauchkröte

Wiederansiedlung der Knoblauchkröte (Pelobates fuscus) in der Hunteaue bei Goldenstedt (2026 bis 2031)

Die Knoblauchkröte macht ihrem Namen alle Ehre: bei Gefahr sondert sie ein übel riechendes Sekret ab, dessen Geruch an Knoblauch erinnert. Besiedelt werden vegetations- und nährstoffreichen Kleingewässer in Heidegebieten und Agrarlandschaften mit sandigem, grabfähigem Boden. Aufgrund von Lebensraumverlust gilt die Knoblauchkröte in Niedersachen als gefährdet (Rote Liste 3).

Untersuchungen in einem vorangegangenem Projekt haben gezeigt, dass in der Hunteaue bei Goldenstedt die Knoblauchkröte nicht mehr vorkommt und eine (Wieder-) Besiedlung auf natürlichem Weg (über eigenständige Wanderungen) mittelfristig nicht möglich sein wird. Die Hunteaue bei Goldenstedt weist jedoch alle notwendigen Voraussetzungen auf, um die Knoblauchkröte erfolgreich dort wiederanzusiedeln.

Im Projekt sollen über fünf Jahre Kaulquappen unterschiedlichen Alters, Metamorphlinge und Jungkröten, angesiedelt werden sowie an einigen Gewässern eine Lebensraumoptimierung stattfinden.

Das Projekt wird durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung gefördert und in Zusammenarbeit mit der Artenschutzstation der NABU-Naturschutzstation Münsterland, dem Landkreis Vechta  und der Stiftung Naturschutz im LK Diepholz durchgeführt.

Wir bieten zudem eine Vielzahl an Veranstaltungen an.

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