Ökologische Stationen in Niedersachsen

In Niedersachsen gibt es insgesamt 28 Ökologische Stationen, die vom Land finanziell unterstützt werden und einen Teil der Betreuung von Naturschutzgebieten übernehmen.
Grundsätzlich sind seit dem Jahr 2005 die unteren Naturschutzbehörden für die Schutzgebiete zuständig. Sie nehmen in vielen Schutzgebieten eine intensive Betreuung wahr. Zudem koordinieren sie Naturschutzgroßprojekte zur Betreuung und Entwicklung der Gebiete.
Gemeinsam mit den Behörden arbeiten eine Vielzahl an Organisationen daran, sich um die Betreuung und Entwicklung der Schutzgebiete zu kümmern. Bereits in den 1990er Jahren gründeten verschiedene Naturschutzorganisationen Ökologische Stationen, Beispiele hierfür sind der BUND in der Diepholzer Moorniederung, die Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer und der Naturschutzring Dümmer.

Einige der Ökologischen Stationen sind also bereits seit Jahrzehnten aktiv, während andere erst in jüngerer Zeit, im Zuge des Niedersächsischen Wegs, entstanden sind. Die Ökologischen Stationen werden überwiegend von Umweltverbänden und Stiftungen getragen und helfen dabei, den Herausforderungen des regionalen Natur- und Umweltschutzes sowie den Zielsetzungen und Vorgaben der EU-Richtlinien besser gerecht zu werden.

Besonders im Fokus stehen dabei die Natura 2000- und Naturschutzgebiete, ein EU-weites Netzwerk, das sich aus den Gebieten der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) und der Vogelschutzrichtlinie zusammensetzt.

Die Vor-Ort-Betreuung von Schutzgebieten durch Einrichtungen wie Ökologische Stationen in Niedersachsen steht dabei für eine kontinuierliche, qualifizierte Betreuung in Zusammenarbeit mit Nutzer*innen und Bewirtschafter*innen zur Pflege und Entwicklung dieser für den Arten- und Biotopschutz besonders bedeutsamen Bereiche. Damit wird ein Beitrag zur Erhaltung der Biologischen Vielfalt sowie zur Erhaltung und Wiederherstellung günstiger Erhaltungszustände der Natura 2000-Gebiete und -Schutzgüter geleistet.

Die Ökologischen Stationen in Niedersachsen

Je nach Standort und örtlichen Begebenheiten fallen die Maßnahmen, um die Vor-Ort-Betreuung bestmöglich zu gewährleisten, sehr unterschiedlich aus. So sind die 28 Ökologischen Stationen in Niedersachsen nicht nur verschieden strukturiert, sondern setzen auch vielfältige Projekte um, die an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst sind.


Finanzierung der Ökologischen Stationen in Niedersachsen

Die Finanzierung der Gebietsbetreuung erfolgt über Mittel des Landes Niedersachsen, die über das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz bereitgestellt werden. Zusätzlich können finanzielle Mittel durch Projekte, die den Förderrichtlinien im Bereich Naturschutz entsprechen, bei Stiftungen, drittmittelfinanzierte Projekte, sonstige Fördermöglichkeiten, Zuschüsse des Trägers oder Spenden, eingewoben werden.

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